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    <title>In denselben Fluss (Erzählungen, Kurzgeschichten, Roman in progress...) : Rubrik:Romananfänge</title>
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    <description>Erzählungen, Kurzgeschichten, Roman in progress...</description>
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    <title>In denselben Fluss</title>
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  <item rdf:about="http://indenselbenfluss.twoday.net/stories/5689857/">
    <title>Ihre Ausbildung</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;256&quot; alt=&quot;Blackguy&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/indenselbenfluss/images/Blackguy.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zu einer Idee&lt;/b&gt; durften wir uns besonders gratulieren: sie zu Masseuren ausbilden zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van Flaak war zuerst dagegen gewesen. Er hatte ausgesprochen, was einige im Geheimen weiterhin befürchteten: Wenn sie erst etwas professionell beherrschten, über ein Diplom verfügten, wären die Tage ihres Gehorsams gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Qualifikationen machen stolz, Janwillem. Und wer sich etwas einbildet auf das, was er kann...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtig, fiel der eierschlürfende Van Wülmen ein, dessen hagere, an einen leeren Fahnenmast erinnernde Gestalt niemals jemand anders als in dem Feinripphemd mit den gelben Flecken gesehen hatte. Stell dir vor, sie haben zu diesen...Körpern auch noch die Technik. Und die Selbstgewißheit. Sie ahnen doch jetzt schon, daß sie  daß sie uns mit ihrer superb modellierten Rückenmuskulatur... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geben wir ihnen niemals einen Vertrag, unterbrach Dr. van Hommelen den stockenden Beschreibungsversuch. Was sie können, was sie wissen, was sie von sich selbst denken  das spielt kein Rolle, solange keiner von ihnen ein Dokument in der Hand hält, das ihm seinen Status schwarz auf weiß bescheinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich pflichtete ihm bei. Wie die meisten meiner kultivierteren Bekannten begann mich unsere Herrschaft zu langweilen. Es war reizlos, sie im Morgengrauen auf die Plantagen zu jagen, wenn da nicht ein kaltes Lüftchen Angst den Nacken hochkroch, während man sich im Bett umdrehte, um weiterzuschlafen. Ich pflegte gegen zehn aus einem wirren flachen Halbschlaf zu erwachen, den Geruch von Hundekot im Mund und das schweißnasse Laken, das ich anstelle einer Decke benutzte, bis über die Schenkel zurückgeschlagen. Ich blieb mindestens eine Viertelstunde so liegen und wartete, ob irgendetwas passierte. Ich stellte mir vor, daß Mowo, unser Hausboy fürs Grobe, in der offenen Tür stand und mit heruntergelassenen Hosenträgern den klebrigen Spalt zwischen meinen Backen begaffte. Ich packte irgendetwas vom Nachttisch, um es aus dem Fenster zu werfen. Beim Frühstück beschuldigte ich eins dieser Mädchen (sie konnten sich sogar gegenseitig nicht auseinanderhalten), sie habe in meine Müslischale gepinkelt, und ließ ihr mit der siebenschwänzigen Katze die Haut von den Schultern abziehen. Während der endlosen Zeit bis zum Sonnenuntergang pöbelte ich in einem Tonfall herum, der mir selbst albern vorkam. Viel schwieriger als ihren Haß zu bezähmen mußte es für unser Personal sein, nicht in lautes Lachen auszubrechen  diese Einsicht machte meine Trägheit, das Gefühl einer übermächtigen Schlaffheit, das meinen ganzen Körper in einen einzigen Hals zu verwandeln schien, noch schlimmer, noch erbärmlicher, noch mehr zu einem jener hohen schmalen Spiegel, vor die ich mehrmals täglich trat, um mich meiner Nacktheit zu schämen. Erfolglos natürlich auch das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß ich zustimmte, eine Gruppe von ausgewählten Männern für drei Wochen aufs Festland zu einem Massage-Workshop zu schicken  daß van Hommelen und seine Anhänger von mir das eine Votum erhielten, das den Ausschlag hab, es lag einfach daran: Ich hätte anders keinen Monat länger durchgehalten, ohne mich erneut von einem dieser Tiere schwängern zu lassen. Und die Komplikationen beim letzten Mal reichen mir fürs Leben.&lt;br /&gt;


&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;center&gt;
***
&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


&lt;b&gt;Als sie den&lt;/b&gt; schaukelnden Booten entstiegen, wurden ihre Bewegungen auf unserer Seite mit einem neuartigen Misstrauen verfolgt, das mich in Erregung versetzte. Nachdem jeweils drei oder vier ins flache Wasser gesprungen waren, sich das Tau zuwerfen ließen und den Bug mit Schwung die letzten Meter durch die Gischt den flachen Strand hinaufzogen, stapfte einer nach dem andern mit derselben lässigen Behändigkeit durch den weichen, brennenden Sand, die wir an ihnen kannten. &lt;i&gt;Tänzerisch schwer&lt;/i&gt; hatte irgendwer (ich glaube, van Rout) als Ausdruck dafür geprägt. Und wirklich  es war keine Leichtigkeit, nicht wie das Trippeln unsrer Mädchen beim Ballettunterricht oder die virtuosen Hüpfer von van Pemmel und van Tannel, wenn sie mit ihren Autowäschern Tischtennis spielten. Das Geschmeidige ihrer Muskeln schien sich einem Pakt mit der Gravitation zu verdanken, einem geheimen Pakt, den ihre Leiber irgendwann nachts im Schatten eines Teufelsfelsens mit dem Mond geschlossen hatten. Man konnte förmlich sehen, wie der Mond die Meeresmassen über ihren gekrümmten Rücken zusammenschob und sie glitzernd wieder entließ als &lt;i&gt;seine&lt;/i&gt; Geschöpfe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Warum fühlt sich ihre schwarze Haut bei dieser gnadenlosen Sonne kühler an als deine weiße?&lt;/i&gt; hatte Hannah, die Tochter van Wülmens, mich einmal überraschend gefragt. Wir hatten beide mit angehaltenem Atem geschwiegen. Mir war unklar, in welchem Zusammenhang sie einen von ihnen angefaßt haben mochte  und warum sie &lt;i&gt;mich&lt;/i&gt; anfaßte (sie starrte mich an und ließ nicht wieder los). Die Vorstellung von kalten schwarzen Armen in der Mittagsglut gewann in dieser eigenartigen Situation eine fast schmerzhafte Evidenz. Ich zweifelte keine Sekunde länger daran, &lt;i&gt;daß&lt;/i&gt; es so war  daß sie kalt blieben bei ihrer Arbeit, daß der feuchte Glanz ihrer Nacken nur ein Trick war, um uns abzulenken, ein täuschender Schimmer des Mondlichts mitten am Tag. Ich zwang die gesamte Belegschaft, zweimal täglich in einem Bottich mit eiskaltem Wasser zu baden, um ihnen zu demonstrieren, daß ich sie durchschaute. Sie mußten eintauchen und warten, bis das Klappern ihrer Zähne mir zu schnell und regelmäßig erschien, als daß man es hätte vorspielen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand jedenfalls bemerkte bei dieser Rückkehr von der Weiterbildung eine Veränderung an ihnen. Später behaupteten die üblichen Besserwisser, an der Art, wie sie fortan beim Antworten den Oberkörper wiegten, wie sie sich selbst während des Überlegens mit den Fingerspitzen in die feinen Fettpolster schnippten, die bei entspannter stehender Haltung hinten im Becken auftreten  an der Art vor allem ihres Lachens hätte man es wissen können, hätte denn jemand es wissen wollen. Aber nachträgliche Warnungen gehören immer dazu, wenn es darum geht, Geschichte zu machen. Eine Zeitlang wurde es sogar zu einem beliebten Spiel, in irgendetwas Beispiellosem die ersten Zeichen der bevorstehenden Revolution zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monsignor van Ralf kam eines Vormittags zum Beispiel zu uns in den Laden gelaufen und berichtete mit hochrotem Kopf und fuchtelnden Händen, Gowo, sein Toilettenboy, einer der Auserwählten, habe auf Lateinisch &lt;i&gt;In nomini Satani&lt;/i&gt; gemurmelt, während er ihm mit seinen Riesendaumen das geplagte Steißbein massierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester schien völlig außer sich. Er war offenbar geradewegs vom Massagetisch aufgesprungen, hatte das spärliche weiße Haar wirr in der Stirn und von den zahllosen Knöpfen seiner Soutane kaum ein Drittel geschlossen. Seine Erklärungen wirkten konfus, und je gründlicher wir nachfragten, desto heftiger verwickelte er sich in Widersprüche: Nein, Gowo habe die ketzerischen Worte &lt;i&gt;rückwärts&lt;/i&gt; gesprochen, und er habe seine Stimme dabei so weit gesenkt, daß es gegenüber einem schläfrigen Patienten als Räuspern hätte durchgehen können  aber als Geistlicher verstehe er Latein auch von hinten nach vorn, und der Name Satans (Natas..., murmelte ich) sei für einen Gottesmann in jeder Lautstärke wie ein durchdringender, markerschütternder Schrei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gaben ihm eine Tüte mit kandierten Ingwerstücken zum Naschen, was sehr dazu beitrug, ihn zu beruhigen. Daß er in drei andere Geschäfte in demselben Aufzug und mit derselben Entrüstung hereingestürzt war, machte die Sache zu einer liebenswerten komischen Anekdote. Es kursierten mehrere ähnliche Anekdoten. Die Menschen genossen den neuen Servicestand, auf den das Ausbildungsexperiment unser Städtchen gehoben hatte. Sie genossen, und da es ihnen schwerfiel, von ihrem Genießen zu sprechen (wer es doch versuchte, kam über wohlige Geräusche wie &lt;i&gt;Aaaaah&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Uhuhuhuuu&lt;/i&gt; nicht hinaus), erzählten sie Geschichten, die den verbreiteten Ängsten irgendein phantastisches Gesicht verliehen. Ich selber dachte mir ein paar solcher wirklich grauenhaften Geschichten aus, behielt sie aber für mich.&lt;br /&gt;


&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;center&gt;
***
&lt;/center&gt;&lt;br /&gt;


&lt;b&gt;Dann gab es&lt;/b&gt; eine Anekdote, bei der mir das Lachen verging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erfuhr sie an einem Sonntag. Der Rest der Familie war wie üblich zum Gottesdienst aufgebrochen, und für die ungestörte Stunde, die uns das bescherte, bestellte ich Nuwo nach oben ins Schlafzimmer, um die Zeit für eine Reflexzonenmassage zu nutzen. Unter allen Massagen, die wir ausprobiert hatten, war mir die Reflexzonenmassage die liebste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...</description>
    <dc:creator>allesfliesst</dc:creator>
    <dc:subject>Romananfänge</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 allesfliesst</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://indenselbenfluss.twoday.net/stories/3360144/">
    <title>Romananfänge #3: Christel</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;opaNK_black&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/indenselbenfluss/images/opaNK_black.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nachdem sie jetzt&lt;/b&gt; alle drei unter der Erde lagen, war sie vermutlich wieder allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Glück hatte sie es nicht aus der Nähe mitanhören müssen  im Gegensatz zu meiner Mutter, die begütigend auf meinen Opa einzureden versuchte, während sie Kaffee nachschenkte und ihm ohne zu fragen ein zweites Stück Pflaumenkuchen auf seinen Teller legte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sei nicht unfair, Papa. Du hattest zwei gute Frauen in deinem Leben. Mama war die erste. Aber Christel war die zweite. Was hättest du in den letzten zehn Jahren ohne Christel gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opa starrte schweigend in die Tannen. Er hatte aufgehört, sich zurückzulehnen, sondern saß vorn auf der Kante, auch während des Essens mit der linken Hand auf seinen Stock gestützt. In seinen mißtrauischen Augen hockte unter fast gesenkten Lidern eine panische Angst davor, erneut in Ohnmacht zu fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin zufrieden, grummelte er schließlich. Der liebe Gott hat dafür gesorgt, daß ich und meine Familie den Krieg überlebten. Er hat uns genug zu essen gegeben, daß wir nicht verhungern mußten. Und er hat mir gezeigt, was die Liebe ist, und mir eine wunderbare Frau gegeben, daß ich nicht allein bleiben mußte. Er bohrte den Gummipropfen des Stockes ins Gras. Der Ring mit dem glatten schwarzen Onyx schien zu eng für seinen Mittelfinger geworden. Meine liebe selige Ehefrau Anita.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist noch mehr Kuchen da, sagte meine Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Fotos in dem schweren grünen Album, das im alten Arbeitszimmer meines Vaters stand, trug und führte meine Oma mich durch einen Garten, der wenig Ähnlichkeit mit dem gegenwärtigen hatte: Eine japanische Kirsche blühte im Hintergrund meiner ersten Krabbelversuche. Die tiefroten Blätter des Ahorns zogen sich hinter dem schreiend gelben Hemd und dem braunen Pullunder, mit dem man mich ausstaffiert hatte, in einen herbstlichen Nebel zurück. Es hatte zwei Birken gegeben (ich erinnerte mich an die Diskussionen, weil unter dem giftigen Birkenlaub nichts anderes wachsen wollte), einen Strauch, dessen Name mit Gold... anfing, sogar eine phantastisch verdrehte, verkrüppelte Kiefer. Anfang der achtziger Jahre ließen meine Eltern sämtliche Bäume fällen und durch eine Mauer aus Tannen ersetzen, die sich zu drei Seiten blickdicht um das Haus zog. Tannen oder Fichten  sie fielen durch ein besonders stumpfes, lichtschluckendes Grün auf, und von den dreien, die den Platz der Birken übernommen hatten, verdorrten regelmäßig zwei: die Nadeln wurden braun und fielen ab, und meine Mutter zerkratzte sich die Arme beim Versuch, alle kranken Äste abzusägen, bis mein Vater irgendwann resigniert den Gärtner anrief und zwei neue bestellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Oma starb relativ jung, mit dreißundsechzig Jahren, an Krebs. Irgendetwas an ihrem dünnen krausen Haar und den schwabbelnden Oberarmen (sie trug selbst im Winter ärmelfreie Kleider) schien dieses Ende in aller unmißverständlichen Härte vorwegzunehmen. So liebenswert sie mir im Gedächtnis geblieben war, ihr Körper versammelte alles Ungesunde an einem deutschen Kleinbürgerleben: eine Art biologischer Häßlichkeit, für die Krebs kaum eine Krankheit, sondern eher die konsequente Fortsetzung war. Wenn ich mir ihre Geschwulst vorzustellen versuchte, glich sie dem graubraunen Inneren einer Kohlroulade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laß man, murmelte Opa noch immer. Ich bin zufrieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    <title>&lt;span style=&quot;color: #990000&quot;&gt;Romananfänge #1:&lt;/span&gt; Krankengeschichte</title>
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Im Spital Lorenz Böhler&lt;/b&gt; am Stadtrand von Wien liegt ein fast gesunder junger Mann zwischen zwei sehr kranken älteren Männern und nickt unter seinem Kopfhörer im Takt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erholt sich gerade von einer doppelten Operation. Beim Fußballspielen, einem Freundschaftsspiel zwischen einer Mannschaft aus Künstlern und einer aus den Redakteuren einer Zeitschrift für Popkultur, hatte er sich durch das unglückliche Stolpern nach einem im Grunde harmlosen Foul einen Kapselriß zugezogen, war mit einem seitlich ausschlagenden Bein wie besessen vorangestürzt und mit dem Kopf so heftig gegen den Torpfosten gestoßen, daß die Abwehrspieler der gegnerischen Mannschaft beschwören, sie hätten ein Krachen wie von einer zerberstenden Glocke gehört. Jetzt nutzt er die Zeit, die er hier noch ans Bett gefesselt sein wird, um an seinem Laptop ein Musikstück für die Telefonwarteschleife des Krankenhauses zu produzieren. Im Austausch für erstklassige Behandlung hat sein Arzt, ein landesweit bekannter Neurochirurg, ihm das Versprechen abgenommen, bis zu seiner Entlassung mit diesem Auftragswerk fertig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Mann &lt;i&gt;denkt&lt;/i&gt; nicht eigentlich, indem er auf den Tasten weiche Hintergrundsounds mit Klavier und Percussion zusammenbastelt. Er hört, fühlt, ändert, plant, ändert, vergißt und hört wieder  aber während dieser Tätigkeiten, in den zerebralen Pausen, die sie zäsurieren, ohne daß es ihm zu Bewußtsein kommt, weil es sich hier sozusagen um das Betriebsprogramm des Bewußtseins handelt, fragt er sich, was er mit mir zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;i&gt;Vorschläge für Fortsetzungen können über die Kommentar-Funktion gepostet werden.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;</description>
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